Videopremiere: Coco and the Lost – Süße Schlaflieder

Es gibt eine besondere Magie in der Popmusik, die sich weigert, schön zu spielen. Es ist dieser Sweet Spot, an dem glitzernde Hooks auf ein unterschwelliges, schleichendes Gefühl der Angst treffen, eine Klanglandschaft, in der man tanzt, aber nicht ganz sicher ist, ob man in Sicherheit ist. Betreten Sie Coco und die Verlorenen. Die in Brighton ansässige Alt-Pop-Newcomerin hat gerade ihre neueste Single „Sweet Lullabies“ veröffentlicht, begleitet von einem faszinierenden, selbst gedrehten Musikvideo, das offiziell die Tore zu ihrem mit Spannung erwarteten Debütalbum öffnet. Modernes Liebhabermädchenkommt diesen Herbst.

Coco and the Lost lädt uns mit „Sweet Lullabies“ in einen düsteren, glänzenden Discofieber-Traum ein


@cocoandthelost
Fotografin Lucy Ranson @lucyranson__

„Sweet Lullabies“ ist eine Meisterklasse filmischer Pop-Spannung. Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen David Lynch-Fiebertraum, der mit einem übersättigten rosa Glanz überzogen ist. Der Track trägt den deutlichen, berauschenden Duft von Lippenstift, abgestandenem Zigarettenrauch, verbranntem Gummi und halbleeren Cosmopolitans auf einer überfüllten Tanzfläche in sich. Es ist unbestreitbar unmittelbar, treibend und glänzend – doch unter der Pop-Euphorie verbirgt sich eine aufregende Dunkelheit. Die Verse hängen wie unvollendete Sätze in der Luft und lassen Sie in einem wunderschönen, unheimlichen Schwebezustand zurück.

„Dieses Lied begann als sehr ehrgeiziges Experiment für meinen Vater und mich, und wir hatten keine Ahnung, dass daraus ein Tanzstück werden würde.“ Coco verrät. „Ich liebe es, dass es sich so unbestreitbar Pop anfühlt, aber wenn man genauer hinhört, hat es diesen unheimlichen, surrealen Unterton. Irgendwas stimmt nicht ganz … Ich habe mir eine Figur vorgestellt, die fast wie Ursula in der kleinen Meerjungfrau ist und einen in eine Welt entführt, die man vielleicht nie verlassen wird.“

Das DIY-Visual für den Track – komplett von Coco selbst erdacht, gefilmt und geschnitten – spiegelt diese Dualität perfekt wider. Wir werden über eine neonpinke Treppe in die Dunkelheit geführt und beobachten, wie sich die Realität in einem surrealen Disco-Trip auflöst. Dient als Eröffnungsrede für Modernes Liebhabermädchen„Sweet Lullabies“ ist genau der Moment, in dem man untergetaucht wird. Während der Rest des kommenden Albums die emotionalen Trümmer ihrer Ankunft hier aufdeckt, ist dieser Titel der große Eintritt in eine Welt, die gleichzeitig als Zufluchtsort und Falle dient.

Cocos Weg zu einer der aufregendsten neuen Stimmen im Alt-Pop verlief nicht geradlinig. Obwohl sie umgeben von Musik aufwuchs – ihr Vater arbeitete als Toningenieur und Produzent und verschaffte ihr schon in jungen Jahren einen Platz in der ersten Reihe der Studiowelt –, hielt sie ihr Songwriting zunächst geheim. Stattdessen beschäftigte sie sich mit dem gesamten kreativen Spektrum und erforschte Tanz, Schauspiel, Comedy-Schreiben und Texten (ein Hintergrund, der ihre messerscharfe Lyrik deutlich prägt). Erst während der Lockdown-Isolation kehrte sie nach Hause zurück, tat sich mit ihrem Vater zusammen und erweckte Coco und die Verlorenen schließlich zum Leben.

Das Ergebnis dieser interdisziplinären Reise ist ein Klang, der sich völlig dreidimensional anfühlt. Ihr Universum basiert ebenso auf der Theatralik klassischer Musicals und Lady Gaga wie auf der rohen, introspektiven visuellen Kunst von Tracey Emin und Louise Bourgeois und der beunruhigenden filmischen Natur von Lynch.

Coco and the Lost hat sich bereits auf legendären Bühnen wie The Roundhouse und Electric Brixton erste Erfahrungen gemacht und wurde sorgfältig ausgewählt, um Bands wie The Ting Tings, Jesse Jo Stark und Sleeper zu unterstützen. Damit beweist sie, dass sie nicht nur Hooks schreibt – sie baut Welten. Machen Sie sich bereit, sich darin zu verlieren.

Sehen Sie sich hier das offizielle, selbst gedrehte Video zu „Sweet Lullabies“ an und bleiben Sie gespannt auf ihr Debütalbum „Modern Lover Girl“, das diesen Herbst erscheint.

Credit Post By: Marcel Schlutt

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